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  • »oekim« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 14.02.2011

Motorrad: Ural 8.103 "Tourist" (fährt spitze), eine halbe K750, MZ RT 125/2 (wie neu :-), Jawa 175 / CZ 175 (Einzelteile)

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1

04.06.2012, 09:28

Sind BMW-R71-Gespannfahrer rechtsorientierte Säcke?

Hallo,

am Sonnabend war ich auf der Kirchberg-Classic, die dieses Jahr bis auf Ausnahme eine Menge Spass gemacht hat. Enorm viele Zweitakter unterwegs. Als die Kolonne gestartet ist, dachte man, den Anwohnern fällt die Tapete von den Wänden vor lauter blauem Abgas :D

Das weniger freudige Ereignis waren ein Trupp Gespannfahrer mit Ihrer R-71, welche als solches wunderschön restauriert wurde. Als solches. Wenn man sich die Afrika-Farbe, die *-Kreuze mit Palme und die sehr getreuen Uniformen wegdenkt. Als Krönung gab es noch ein falsches Maschinengewehr auf dem Beiwagen, weshalb Ihnen dann auch noch die Teilnahme an der Ausfahrt verweigert wurde. Der Trupp stand dann abseits von allen Teilnehmern auf einer Wiese. Vermutlich ordentlich ärgerlich.
Schon als ich mit der Ural angefahren kam, hat man die langen Gesichter gesehen. Die wurden dann noch länger als ich aufs Gelände durfte und mit einem unreifen Kommentar aus nächster Nähe von den Jungs belohnt wurde "die russischen Drecksschleudern sind alle nur billige Kopien". Auf meine entgleiste Entgegnung hin, dass alle Motorräder im Prinzip nur Kopien der Standuhr von Mercedes sind und er seine Erbschuld woanders suchen solle, gab es einen Tritt in den Beiwagen (... zum Glück nur das Einstiegsblech getroffen, nichts passiert...).
Leider, muss ich hinzufügen, die Jungs kamen mir nicht wenig rechtsgerichtet vor. Da hat das Gesamtkonzept "Korps" sehr gut gepasst :thumbdown:

Alles in allem ein schöner Nachmittag. Aber Ausnahmen gibt es immer wieder. Leider.

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2

04.06.2012, 10:04

Sind BMW-R71-Gespannfahrer rechtsorientierte Säcke?

Nö! So pauschal kann man das sicher nicht sagen. Das waren wohl eher Einzeltäter.

Wer sich eine R71 restauriert wird sie in der Regel nicht als Wehrmachtsfahrzeug aufbrezeln.

Das ist genauso daneben, wie als Basis einen Ruusen oder Chinesen zu nehmem (meine unmaßgebliche Meinung).

Die R71 war eine zivile Tourenmaschine, die stark genug war einen Beiwagen zu ziehen.

Die R71 war eben kein Wehrmachtsfahrzeug. Mit ein paar Ausnahme für die Verwaltung vielleicht oder im Verlaufe des Krieges requirierte Privatmaschienen. Die BMW-Motorräder der Wehrmacht waren meises Wiisens die R12 und die R75.

Die R12 wurde auch weiterhin bevorzugt, als es die R71 schon gab und die R75 noch nicht fertig war.

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3

04.06.2012, 10:47

Nein, auch wenn sich jemand einen Maschinengewehr-Attrappe ans Boot nagelt, ist er nicht gleich rechter Gesinnung !
Bei dieser Spezies handelt es sich viel mehr um die, der Militärfreaks !
Männer, die sich in ihrer Freizeit gern in Uniform sehen, haben sicher ein ganz anderes Problem !

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4

04.06.2012, 11:18

das haste ja cool weggesteckt, aber es ist doch

...schlimm, daß die so agressiv- unfreundlich u. unverhohlen dämlich waren.
sonst hättest du das teil ja mal genauer unter die lupe nehmen können. Unwahrscheinlich das die völlig ohne m72 teile ausgekommen sind...
wer wäre auch schon so dämlich ne r71 100% wiederherzustellen u. sie dann auf wehrmacht zu trimmen , dazu noch Afrika - mässig !?
und so reich? immerhin gab es WESENTLICH mehr r75 u. ks kräder als r71.

...das böse kreuz, wüstentarn (noch dazu auf ungeeigneter maschine) , maschinengewehr , uniformen & hohes agressionspotential -klar alles Nazis , 100% !
treten die echt gegen deine maschine , ist doch unglaublich !!
da bleibt mir nur zu hoffen, das dummheit solchen ausmaßes wenigstens manchmal wehtut!

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5

04.06.2012, 11:29

Das ist genauso daneben, wie als Basis einen Ruusen oder Chinesen zu nehmem (meine unmaßgebliche Meinung).


Genau so ist das! :thumbdown:

Keine Umbauten mit Fremdmotoren, kein Fahrwerktuning, keine Westteile, keine deutschen Reifen, keine Neulackierung in nicht Serienfarben usw. ......... alles so lassen wie es ist ( nicht meine unmaßgebliche Meinung ). Wo leben wir denn?
Wenn ich das will nehme ich auch den Russen- oder Chinesenmotoren auch als Basis für einen Rasenmäher oder als Antreib für eine Jauchepumpe, dafür waren sie auch nie vorgesehen und ist historisch auch nicht nachweisbar und sicher auch nicht sinnvoll.

Welches Motorrad auf der Straße entspricht noch dem Auslieferungszustand? Nur die Ausnahmen. Alle anderen werden verändert, individualisiert was geht, und da soll sich der Russen oder Chinatreiber zurücknehmen?

Das kann ja gottseidank jeder für sich selber entscheiden.

Ich tue das auch auf die Gefahr hin das es Anderen nicht gefällt. Aber denen gehört mein Motorrad ja auch nicht.

Ich zum Beispiel halte Totenköpfe als Motorradspiegel, Aufkleber, Lackierung Aufnäher Tattoo für geschmacklos und empfinde sie nicht als cool. Aber wen interessiert das ?


Das kann ja aber gottseidank jeder für sich selber entscheiden.

Entscheidend ist doch der Verstand zwischen den Lenkerenden.

Sollte kein persönlicher Angriff sein oder eine erneute Diskussion auslösen, ist nur meine Meinung als Betroffener mit Militärumbau.

Gruß
Wolfgang

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6

04.06.2012, 11:40

Sicher,dass es echte R71 waren und sich da nicht ein paar Russenfahrer untereinander gezofft haben. Man kann eine M72 oder CJ schnell fuer den Laien auf R71 trimmen. Der Kenner erkennt trptzdem den Unterschied. Schade,waere gerne mit meinen Kumpels dabei gewesen. Dann haetten die Burschen mal ein paar echte WW2-Fzge gesehen und Maenners mit Anstand.

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7

04.06.2012, 12:14

Welches Motorrad auf der Straße entspricht noch dem Auslieferungszustand? Nur die Ausnahmen. Alle anderen werden verändert, individualisiert was geht, und da soll sich der Russen oder Chinatreiber zurücknehmen?

Ganz im Gegenteil. Ich bin für Umbauten.

Da gibts ja auch hier im Forum ein paar Leute, die sich mit Erfolg damit befassen.

Militärtechnik meinetwegen auch, allgemein "militärisch" oder zum Basisfahrzeug passend "rotarmistisch".

Aber WH-Beschriftung und Flinte machen mich nicht wirklich froh.

Wie wärs mal mit einem SanKrad?

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8

04.06.2012, 12:20

Aber WH-Beschriftung und Flinte machen mich nicht wirklich froh.
:thumbup:

das ganze ist doch auch keine Frage was man darf und was nicht !
jeder soll doch machen was er will !!
nur wäre MIR dies echt zu peinlich so rum zu fahren :S
.. aber jeder soll doch nach seiner Fassung glücklich werden ;)

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9

04.06.2012, 12:24

Militärtechnik meinetwegen auch, allgemein "militärisch" oder zum Basisfahrzeug passend "rotarmistisch".

Aber WH-Beschriftung und Flinte machen mich nicht wirklich froh.

Wie wärs mal mit einem SanKrad?




Vollkommen einverstanden! sehe ich genau so, auch da hat jeder seine Grenzen.



Das mit dem SanKrad ist etwas problematisch. Das Anbringen von RotKreuz- Zeichen ist so nicht zulässig, da eine Verwechslung mit echten Rettungsfahrzeugen passieren könnte (Sonderrechte usw.).

http://www.juraforum.de/gesetze/owig/125…hweizer-wappens

Die müßte man dann in öffentlichen Straßenverkehr immer abdecken oder als Magnetschild anbrinden. Aber als so Idee ,warum nicht.

Gruß

Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hwl17h« (05.06.2012, 11:28)


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10

04.06.2012, 12:42

Vollidioten gibts überall, allerdings sollen die richtigen Wehrmachtsgespannlenker (oder zumindest die, deren Fahrzeuge in den entscheidenden 12 Jahren in Mitteleuropa gebaut wurden und aus denen sich ein optisch entsprechendes Fahrzeug reproduzieren lässt)überwiegend sehr, sagen wir, "speziell" sein. :thumbdown:
Ich persönlich würde auch gerne R12 fahren, von mir aus allerdings eher in (matt)schwarz, weil mich das Mopped interessiert und nicht, wer das mal fuhr...

Bin der vermeindlichen Avantgarde mit ihren fahrenden Wertanlagen bisher allerdings auch noch nicht persönlich begegnet, nur denen, die denken die Dnepr wäre WH und selbst dann gehen die Kleingeister schon richtig ran. :finger:

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11

04.06.2012, 13:14

Vollidioten gibts überall

Das trifft's. Wollte ich auch schon schreiben. Die Jungs mit den schicken Lederwesten auf den Motorradtreffen z.B. sind manchmal auch SEHR speziell. Und dazu muß noch nicht mal was von ehemaligen Himmelswesen auf der Weste stehen.

richtigen Wehrmachtsgespannlenker

Ist der verchromt? Oder in irgendeiner matten Farbe lackiert? :D

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12

04.06.2012, 14:18

Zur Anfangsfrage von oekim: Die Typen, die du beschreibst, haben ihre rechte Gesinnung deutlich gezeigt, ihre geistigen Fähigkeiten kann man aus ihrem Benehmen ableiten.

@ divatreiber: die entscheidenden 12 Jahre, in denen Wehrmachtgespanne (Zündapp KS 750 und BMW R 75) gebaut wurden, erstrecken sich auf die Jahre 1941 bis 1945.

Eine wie auch immer aufgearbeitet R 71 ist kein Wehrmachtsgespann, auch falls sie einmal im Dienst der Wehrmacht unterwegs war.

Leider fahren viele Menschen Motorradgespanne, die optisch an Wehrmachtsgespanne erinnern, weil sie damit ihre Bewunderung und geistige Nähe zur Nazi-Ideologie dokumentieren wollen.

Hiermit distanziere ich mich entschieden von diesen Menschen.

Peter

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13

04.06.2012, 14:32

Wir, Hatta und ich, werden auch immer wieder mal von Leuten angesprochen, warum wir mit solchen "Nazifahrzeugen" herumfahren. Andere widerum sagen dann, die kenn ich auch noch, die sind im Krieg gefahren.......

Wer kennt die Geschichten nicht? Nach dezenten Hinweisen, dass es sich um russische Maschinen handelt und diese (unsere beiden) auch erst nach dem Krieg gebaut wurden, kommen dann meist lange Gesichter... 8|

So ists halt.

Meine Maschine sieht auch eher militaristisch aus. Ich komme aber definitiv ohne irgendwelche Kreuze und zeug aus. Außerdem habe ich kein MG. Das fällt im Gelände wahrscheinlich eh nur runter, braucht Platz, oder ist nur im Weg. Mein Gespann ist eher als Alltagsfahrzeug zu sehen. Die Munkisten sind nur als Stauraum gedacht. Diese werde ich aber entfernen, da die Aufhängung nicht wirklich sicher ist.....

MFG
Markus

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14

04.06.2012, 15:06

Wenn man sich die Afrika-Farbe, die *-Kreuze mit Palme und die sehr getreuen Uniformen wegdenkt.

der wird doch da nicht wirklich ein Hakenkreuz drauf gehabt haben !? 8|

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15

04.06.2012, 15:34

Also, ich überleg noch mir ne richtige Langrohrkanone aufs Boot zu schrauben.
Oder ne SS 20. Und wenn denn einer sacht ich sei Nazi oder Kommunist,
dann tret ich ihm aber in Batteriekasten, das mein Ernst.

Weltfrieden!

Gruß Assel

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Beruf: Träumer

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16

04.06.2012, 15:45

Schon als ich mit der Ural angefahren kam, hat man die langen Gesichter gesehen. Die wurden dann noch länger als ich aufs Gelände durfte und mit einem unreifen Kommentar aus nächster Nähe von den Jungs belohnt wurde "die russischen Drecksschleudern sind alle nur billige Kopien".
Ohne Knotenbleche wär' das nicht pasiert ...

Registrierungsdatum: 18.03.2010

Motorrad: Dnepr MT 11, 66er Harley Davidson Shovelhead, Katana 550

Wohnort: Rostock - Bentwisch

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17

04.06.2012, 15:46

die optisch an Wehrmachtsgespanne erinnern, weil sie damit ihre Bewunderung und geistige Nähe zur Nazi-Ideologie dokumentieren wollen

Hoppla, genau, Goebbels und Atze und die annern Volksverhetzer sind ja auch immer Wehrmachtsgespann zum Parteitag gefahren.
Und die Geheimwaffe fürn Endsieg. Das war nicht die V2...; sondern die wollten die Gespanne mit Kaltanstrich füllen und dann brennend
als Massenvernichtungswaffe mit nem Katapult zu den Tommies schießen.

Anders herum müßte ich ja jedem mit ner M72 geistige Nähe zum Gulag und zum NKWD unterstellen.

Mann, sind hier geistige Verengungen zu finden.

Registrierungsdatum: 01.06.2012

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18

04.06.2012, 15:48

Also, ich überleg noch mir ne richtige Langrohrkanone aufs Boot zu schrauben.
Oder ne SS 20.

Also SS20 scheitert wohl am Eigengewicht (der Rakete, nicht an deinem)

Bei der Langrohrkanone würde ich mich an deiner Stelle auf eine Kartoffelkanone beschränken.

Alles Andere könnte dich gegebenenfall um einiges zurückwerfen :D

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19

04.06.2012, 15:51

Alles Andere könnte dich gegebenenfall um einiges zurückwerfen
Oder vorantreiben, je nach Schussrichtung 8)

Registrierungsdatum: 01.06.2012

Motorrad: z.Zt. Null Bock

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Beruf: Traumfrau

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20

04.06.2012, 16:07

Oder vorantreiben, je nach Schussrichtung
..sieht nach Rückzug aus!