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  • »achkul« ist der Autor dieses Themas

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1

11.06.2010, 00:06

Kraftstoffqualitäten

Hallo!
Dieses schreibe ich nicht im Ölfred,weil ich eine völlig ernsthafte Frage stellen möchte und weiß,daß hier Experten mitlesen/schreiben.
1. Die Alkohölbeimischung führt zu Brennwerteinbußen.Das ist theorethisch klar.Ist das die Erklärung dafür,daß vielfach beobachtet/behauptet wird,die serienmäßigen Bedüsungen beim zB Russen seien zu klein?
2.Wenn Biodiesel mit seinen besonderen Eigenschaften Gummi,welches dafür nicht vorgesehen ist,zum Quellen bringt,so ist das doch unabhängig vom Anteil der Pflichtbeimischung im Diesel,oder? Also,ich vermute,daß nicht geeignetes Gummi das auf Dauer nicht abkann,egal,ob 5% oder 10%. Die Zeit bis zum Versagen wird unterschiedlich sein.Ist das so? Wenn ja,dann reden wir hier doch von staatlicherseits vorgenommener Sachbeschädigung.
Gruß Achim

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2

11.06.2010, 04:12

zu 1. Schwimmernadel höher hängen, odda auch tiefer, je nach belieben! :D :D

zu 2. Das mit dem Gummi is ein ausgemachter Blödsinn und wird völlig überbewertet!

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Beruf: Mieteintreiber, Deutschlands erfolglosester Dneprtuner und auf mein Grundstück steht n Kraftwerk!!

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3

11.06.2010, 06:39

zu 2. Das mit dem Gummi is ein ausgemachter Blödsinn und wird völlig überbewertet!



Was soll ein Kathole auch anderes sagen, quasi....................sc

Squirrel

unregistriert

4

11.06.2010, 06:54

Ist das nicht eher ein Heilanstalt-Fred?

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5

11.06.2010, 07:49

Dass Gummi angegriffen wird ist leider wahr, auch bei 5 % oder weniger. Außerdem löst sich die rostbraune Tankvesiegelung, die in manchen Tanks zu finden ist, auf und verstopft den Benzinhahn. Außerdem bilden sich bei geringen Luftdruck (im Gebirge ab 1000 m) Blasen, die zu Abmagerung (mit Kolbenklemmer) und Aussetzern führen können. Bei Einspritzermoren ist das kein Problem, den da stehr der Kraftstoff unter Druck. Deshalb ist an Straßentankstellen verkauftes Autobenzin für Flugzeuge nicht zugelassen. Das an Flugplätzen verkaufte Mogas ist alkoholfrei (und wesentlich teurer).
Und bitte jetzt nicht mit dummen Flugzeugsprüchen antworten.

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6

11.06.2010, 08:34

ja die Welt ist oft ungerecht, da ist in Flugbenzin weniger drin, und gerade der versteuerte Alkohol fehlt, und trotzdem wird der gemeine Flieger abgezockt............

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7

11.06.2010, 09:10

Ich muss grundsätzlich die Hauptdüse auch größer wählen,als in den Handbüchern angegeben.
Mag mich aber nicht genau festlegen,obs am Alkoholanteil im Sprit liegt oder zu mageren Werksangaben.
Ein Kumpel von mir hat eine Rennmaschine aus Anfang 1930er,die auf Alkohol läuft und die hat ordentlich größere Bedüsung im Vergleich zur Ansaugweite bei Benzinvergasern.
Aber mit Alkoholvergasern habe ich mich noch nicht beschäftigt.
Ein Hauptproblem ist,daß durch einen noch höheren Alkoholanteil Leichtmetalle stark geschädigt würden.
Die Rennmaschine vom Kumpel hat wiederum keine Leichtmetallteile,die dauerhaft mit dem Kraftstoff in Berührung kommen. Bronzezylinderkopf,Messingvergaser,-benzinhahn.

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8

11.06.2010, 09:55

Mir ist das egal

ich will ja mir der ural fahren .....und nicht fliegen 8o 8o 8o

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9

11.06.2010, 10:28

Ein Hauptproblem ist,daß durch einen noch höheren Alkoholanteil Leichtmetalle stark geschädigt würden.

Ich bin kein Chemiker, Aber ich habe sehr lange Modellflug betrieben. Die Motore dafür laufen mit Alkohol und sind aus Alu.
ich will ja mir der ural fahren .....und nicht fliegen 8o 8o 8o

Klar Belgien ist flach, aber im Forum sind auch Östreicher und Schweizer, die kommen schon mal über 1000 m. Und Kolbenklemmer sind halt nicht schön.
Deshalb halte ich die Warnung durchaus für angebracht. Unser Gesetzgeber sieht halt nur die Neufahrzeuge mit Einspritzmotor, wir Vergaserfuzies sind denen doch sche....egal.

  • »achkul« ist der Autor dieses Themas

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10

11.06.2010, 11:06

Hallo Alex!
Das ist noch viel schlimmer! Die wollen uns weghaben.Nicht als Konsumenten,aber den Altbestand an Fahrzeugen.Nach der Erfinduing der künstlichen Alterung durch Modeschnickschnack,den jeder haben muß,sind wir in der Zeit des Zwangskonsums angelangt.
Das mit dem Ausdampfen des Alökohols hatte ich noch garnicht im Plan.
Soweit ich weiß,ist Alkohol im Rennsport eingesetzt worden,weil man größere Mengen für den Brennwert-Gleichstand benötiogt und daher eine bessere Innenkühlung durch den Entzug der Verdampfungsdwärme hat.
Mit den Düsengrößen ist das nicht ganz so einfach,weil auch die Viskosität ihren Einfluß hat,der nicht vernachlässigt werden kann.
Gruß Achim

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11

11.06.2010, 11:46

Das gemeine ist, das man eigentlich glaubt, dass, wenn man auf eine Hohen Berg ist, der Motor wegen der dünneren Luft zu fett ist. Das ist für alkoholfreies Benzin auch richtig. Mit Alkohol bildet es aber Dampfblasen in der Benzinleitung und in den Filtern und dann läuft es nicht ausreichend nach. Und Abmagern am Berg, mit ohnehin schechter Kühlung, heist meist Klemmer.

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12

11.06.2010, 13:18

Laut hier ist Alkohol Super!!
Nicht nur im Blut :D :D

e85

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13

11.06.2010, 14:01

Unbestritten kann man Motore bauen, die mit Alkohol Beimischungen gut oder sogar besser laufen als mit Benzin. Aber unsere alten Russen sind nicht dafür ausgelegt.
Und dass der Hunger in Schwellenländer nicht dadurch vergrößert wird, kann man Leuten erzählen, die keine (wenn auch nur angeheirateten) Verwanten in solchen Länder haben. Mir nicht, den ich habe es anders gesehen.

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14

11.06.2010, 14:04

das kapitel Umrüstung musst du mal lesen, höchst interessant, auch der erwähnte Mehrverbrauch und das schlechte Kaltstartverhalten
Gruß Jochen

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15

11.06.2010, 14:04

Ein Hauptproblem ist,daß durch einen noch höheren Alkoholanteil Leichtmetalle stark geschädigt würden.

Ich bin kein Chemiker, Aber ich habe sehr lange Modellflug betrieben. Die Motore dafür laufen mit Alkohol und sind aus Alu.
...

Willkommen im Club! Ich bin auch ehem. Modellflubauer und habe auch ein paar Klassensiege errungen,daß war aber bei den Seglern.
Jetzt überlegste nochmal woraus der Sprit der Zweitakter bestand. Wenn ihr denn im Westen noch selber gemixt habt. Bei euch gabs ja immer alles zu kaufen. Bei uns war die Standardmischung zu gleichen Teilen aus Ether, Methanol und Rizinusöl.
Der Ölanteil wirkt der schädigenden Wrikung des Alkohols entgegen. Die Schäden entstehen auch nicht im Betrieb,sondern im Stand. Die durch den Alkohol entfette Oberfläche neigt schnell zur Korrosion. Gerade Pflege und Wartung war bei den kleinen Motoren das A und O. War im Westen vielleicht auch nicht so wichtig,dort konnte man Motoren ja schnell neu bestellen.
Die Viertakterszene und ihren Sprit kenne ich nicht so,da ich nach der Wende schnell auf Elektro umgeschwenkt bin.
Mein Bf109E Modell war nur mit Brushlessmotor auf über 80kn(ca 130km/h) zu bringen. Nach einem schwerwiegenden Pilotenfehler einer Frontvertretung (Fliegerkollege) wurde das Modell im Kamin entsorgt. Ich hatte immer wieder überlegt,nochmal eine Neuauflage auf Helling zu legen. Irgendwann,wenn ich mit den Motorrädern durch bin und ein gemütlicher Winterabend kommt,dann werden Skalpell,Heftnadeln,Balsabretter und Leim rausgeholt und losgelegt.

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16

11.06.2010, 14:17

Jetzt überlegste nochmal woraus der Sprit der Zweitakter bestand. Wenn ihr denn im Westen noch selber gemixt habt. Bei euch gabs ja immer alles zu kaufen. Bei uns war die Standardmischung zu gleichen Teilen aus Ether, Methanol und Rizinusöl.

Sandy. ich glaube du verwechselst da was mit dem Spit. Modelldieselmotore brauchen zu gleichen Teilen Rizinus, Petolium und Ether. Glühzünder 80% Methanol und 20% rizinus oder Synthetik. Bei 4 Taktern kann mann den Ölanteil auf 10% veringern. Ich habe meinen Sprit hüben wie drüben immer selbst gemischt.
Und was meinst du mit bei uns und bei euch? Du bist nicht auf der Karte.

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17

11.06.2010, 14:27

Und was meinst du mit bei uns und bei euch? Du bist nicht auf der Karte.
Er meint damit, dass er ausser Zone ist.

Registrierungsdatum: 01.04.2009

Motorrad: 250 kawa, Saxonette

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Beruf: Rentner

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18

11.06.2010, 14:55

Das war mein erster Motor. 1955 wer lesen kann weiß auch wo ich herkomme.
»bf109v7« hat folgendes Bild angehängt:
  • JENA.jpg

stephanderheld

unregistriert

19

11.06.2010, 16:06

Das ist alles halb so schlimm wenn man weiß was man tut.

Ein Blick in die Entstehungszeit offenbart, daß die Alkoholbeimischungen in der Entstehungszeit unseres Motorenkonzeptes durchweg höher war als heute. Die Motoren sind also grundlegend dafür geeignet.
Leider wahr ist aber auch, daß modernere und damit scheinbar auch "bessere" Werkstoffe, insbesondere für Gummis, Dichtungen usw, oft nicht damit klar kommen.

Beispiel: Ein Bing-Schwimmer bestand damals aus Messing und war verlötet. Mal abgesehen durch erhöhte Korrosion durch die Bindung von Wasser im Alkoholanteil (hygrsokopischer Effekt), war ein solcher Schwimmer in derart "gepanschtem" Sprit weitaus halbarer als ein heutiges Kunststoffteil.

Ebenso verhält es sich mit Korkdichtungen im Vergleich zu Plaste und Elaste

Aus der damaligen Zeit stammt auch die Wortschöpfung "Sprit" in Anlehnung an "Spirituosen", also geistreichen Getränken.


Grundsätzlich ist also die Umrüstung auf z.B. E85 möglich, wenn man
A: Die dafür geeigneten Materialien verwendet, besonders bei den Benzinschläuchen!!!
B: Den Kraftstoffanteil der Mischung erhöht, da Alkohol einen geringeren Brennwert hat
C: Den ZZP vorverlegt da die Flammgeschwindigkeit niedriger ist.

Wir hatten Kunden in Südamerika die gerade wegen der leichteren Verwendbarkeit der älteren Fahrzeuge mit solchen Kraftstoffen ihre R26 nicht für was neueres abgeben wollten.

Die Verwendung von hohen Alkoholanteilen besonders in Rennkraftstoffen rührt übrigens von dem Wunsch her, die Klopffestigkeit zu erhöhen um höhere Verdichtungen zu ermöglichen, die verbesserte Innenkühlung durch die schnellere Verdampfung war nur ein positiver Nebeneffekt.
Als Maß für die Klopffestigkeit wurde seinerzeit ein Alkohol als Vergleichbasis verwendet, das OKTAN, ein achtwertiger Alkohol. Durch andere Zusatzstoffe kann die Klopffestigkeit auch über den Wert von Oktan angehoben werden, also über 100okt. Flugkraftstoffe gab es bei der Luftwaffe z.T. mit 140 Oktan.

Wohlgemerkt, ich rede hier von den Anfängen des Automobilbaues, heute sieht das alles schon wieder etwas anders aus...

Grundsätzlich muß man bei der Oktranzahl zwischen der Im realen Betrieb möglichen Oktanzahl (mot) und der wissenschaftlich ermittelten (roz) unterscheiden.

Da der Russe für Oktanzahlen ab ca 74 ausgelegt ist (rtfm), der kaum noch erhältliche Normal-Kraftstoff aber schon 91 hat, gibt es tatsächlich Probleme wenn man z.B eine Ural in Moskau kauft und dann nach Deutschland fährt. Die Jungs in Oberhausen hatten mal so einen Fall auf ihrem Treffen... nachdem der Vergaser neu eingestellt war lief das Mopped wieder ohne Probleme.

Was die ökologische Komponente angeht, sind sogenannte Biokraftstoffe der Ersten oder zweiten Generation zugegebener Massen wenig sinnvoll (s. Brasilien). Ändern wird sich das erst mit der Einführung von Bio-Alkoholen der dritten Generation an denen z.Zt noch geforscht wird. Als Ergänzug zu den Ölimporten könnte man sich so in Zukunft ein wenig mehr Unabhängigkeit von den OPEC Ländern erkämpfen und gleichzeitig die Ökobilanz verbessern.

*klugscheissmodus aus*

Werd jetzt ökologisch bedenklich meine Dnepr tanken und Meilen reissen;-)
Schönes Wochenende,

Stephan

Registrierungsdatum: 01.04.2009

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20

11.06.2010, 16:47

Ist schon richtig dass die Probleme mit dem Srit für und überwindbar sind wenn man sie kennt. Das ärgerlichste war für mich die sich auflösende Innenbeschichtung. Ich habe mit damit geholfen den Tank mit Spiritus zu füllen und den 2 Tage einwirken lassen. Der hat dann alles auf einmal gelöst.
Und im Gebirge muß man halt aufpassen.

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