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24.04.2016, 17:51

Und nochmal - Anhängerkupplung Dnepr MT-16

Hallo Kollegen,
auch wenn es zu diesem Thema gestern/heute schon einen Thread gab, muss ich nochmals einen eröffnen, da bei mir die Ausgangslage eine etwas andere ist:
Ich habe an meiner MT16 nämlich die AHK schon angebaut, und zwar die von Ural Hamburg/Dimitri:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/…16533643833.jpg

Ich hatte die AHK vor einigen Wochen im vollen Bewusst sein erworben, dass für sie kein TÜV-Gutachten verfügbar ist, dass aber schon der eine oder andere TÜV'ler diese AHK eingetragen hat.

Ich habe meine inzwischen mit den "serienmäßigen" Schellen montiert, allerdings nicht mit den mitgelieferten 10er Schrauben, sondern mit 12ern (und dazu mit 8.8er Zugfestigkeit, sicher ist sicher). Und zusätzlich sind noch zwei MAG-Schweisspunkte als Sicherung gegen mögliches Verdrehen gesetzt worden. Und die mitgelieferte Kugel habe ich durch eine mit E-Ziffer und 2000kg Belastbarkeit ersetzt, um den TÜV milde zu stimmen (auch wenn ja bei unseren sowjetischen Fahrzeugen nur Hängelasten von rd. 200 kg eingetragen werden).

Letzte Woche war ich beim TÜV-Prüfer meines Vertrauens (das meine ich nicht ironisch, denn ich hatte bislang ein stets faires und verständnisvolles Verhältnis), der die AHK aber trotzdem nicht eintragen wollte. Er braucht dazu noch zusätzlich eine Kopie von Fahrzeugpapieren, wo das an einer MT16 schon mal eingetragen wurde, mit sog. TP-Nummer, und ein paar Digitalbilder des Anbaus. Dann sei er bereit, meine AHK mittels Schlagziffern zu kennzeichnen und dann einen vorschriftsmäßigen Einbau zu bescheinigen. Hat das jemand von Euch schon mal gemacht und zur Hand? Die Besonderheit meiner AHK besteht ja in ihrem gekröpftem Aufbau wegen des Seitenwagenantriebs, daher helfen mir auch nur Papiere dieses Typs weiter.
Bei mir sieht der Anbau übrigens so aus:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/…16439383062.jpg

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/…83964633038.jpg

Forumskollege Dirk Hofmann hat mir schon ein paar Unterlagen zur Verfügung gestellt (danke auf diesem Wege nochmal!), allerdings waren die von einer URAL und nicht von einer Dnepr. Ich bin mir nicht sicher, ob das meinem TÜV'ler reichen wird.

Für Eure Mühen schon mal vielen Dank!

Grüße aus Stuttgart
Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »thomasw« (25.04.2016, 10:34) aus folgendem Grund: Bilder einfügen klappte beim ersten Mal nicht


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24.04.2016, 18:18

Ich hab zwar so eine ähnliche AHK dran aber dort hat der Ing. keine Nummer eingeschlagen sondern lediglich ein Gutachten erstellt und das allerdings auch schon 2006.
Heute nimmt er diese AHK nicht mehr ab.

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24.04.2016, 19:43

Wie unterschiedlich die TÜV Ing. so sind :
Ich hatte wie schon geschrieben die AHK von Anton Singer aus Niederbayern gekauft für MT16 (und bewußt nicht die von Ural HH , weil der sagte , dass er damit keine TÜV Abnahme für mich machen könnte).
Anton Singer hatte mir dann ein Gutachten einer anderen MT16 mit Eintragung einer baugleichen AHK mitgesandt und viele Fotos vom Einbau.

Diese Unterlagen waren für meinen TÜV Ing. völlig belanglos !!!! - er wollte die nichtmal ansehen , da diese nur für 1 Fahrzeug gelten und nicht auf mein Fz. übertragbar wären . Anton Singer hätte kein Mustergutachten erstellt und daher müsse in JEDEM Einzelfall ermittelt werden , ob das Fahrzeug mit dieser AHK verkehrssicher sei.

Dazu gehöre eine Berechnung der Festigkeit ("wie dickwandig ist das Vierkantrohr , aus welchem Material besteht es"),
eine Überprüfung der Anbausituation (Schellenmaterial , Schrauben/Muttern etc.)
und vor allem ein längerer Fahrversuch (Fahrverhalten vollbeladen , auch in Kurven und Höchstgeschwindigkeit)
und als wichtigster Punkt : schaffen es die Bremsen ? Verzögerungsmeßgerät in den vollgepackten (100kg Last) Beiwagen.Anhänger mit 200kg dahinter und ich als Ballast auf den Rücksitz dazu.
Und erst dann hat er die AHK eingetragen , obwohl er wußte , dass Anton Singer schon viele davon produziert + verbaut hatte und er ein entsprechendes GA vom bayrischen TÜV vorliegen hatte .
Viel Glück beim Überzeugen Deines TÜV Onkels.

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24.04.2016, 23:59

Und zusätzlich sind noch zwei MAG-Schweisspunkte als Sicherung gegen mögliches Verdrehen gesetzt worden.

Das ist eine vorzügliche Methode,einen im Prinzip abnahmewilligen aaS in die Flucht zu schlagen.
Eine seitlich gekröpfte Kupplung muß in rechnerisch nachvollziehbarer Weise gegen Verdrehung/Verschiebung gesichert sein. Schrauben unterhalb der Festigkeitsklasse 8.8 haben da sowieso nichts zu suchen.Ihr Vorhandensein sollte zur sofortigen Disqualifikation einer solchen Anhängerkupplung führen.Nicht erst bei der Abnahme sondern schon beim Kauf.
Mit einer Beschriftung "2000Kg" ist nichts gewonnen.Allenfalls kannst Du mit einem ordentlichen D-Wert imponieren.Aber nicht dem aaS,der das abnehmen soll.

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25.04.2016, 13:57

Ich hab zwar so eine ähnliche AHK dran aber dort hat der Ing. keine Nummer eingeschlagen sondern lediglich ein Gutachten erstellt und das allerdings auch schon 2006.
Heute nimmt er diese AHK nicht mehr ab.

Hallo Wolfgang, hat der Ing. im Fahrzeugschein eine TP-Nummer ("Technische Prüfung") vermerkt?

Grüße aus Stuttgart

Thomas

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25.04.2016, 15:09

Bei mir ist nichts im Fahrzeugschein eingetragen, weil das Verkehrsamt hat mir seinerzeit gesagt Anhängerkupplungen werden nicht eingtragen.
Daher muß ich immer den Prüfbericht mitführen und da steht keine TP Nr. drin.

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25.04.2016, 20:30

Bei mir war das genau umgekehrt. Es wurde eine T.P. Nummer zugeteilt und in die AHK eingeschlagen. Der TÜV Prüfer sagte ich solle das möglichst bald eintragen lassen. Habe ich dann auch machen lassen.

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26.04.2016, 00:38

Hallo Lamento, mein TÜVler scheint wohl ähnlich zu ticken wie Deiner. Welche TP-Nummer hat er denn eingeschlagen? Gibt's dazu ein Gutachten?

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26.04.2016, 11:27

Welche TP-Nummer hat er denn eingeschlagen? Gibt's dazu ein Gutachten?

TP-Nummern sind individuell und gelten für genau das geprüfte Teil. Ich würde von Vervielfältigung solcher Nummern und deren Prüfberichte abraten.

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26.04.2016, 12:10

TP-Nummern sind individuell und gelten für genau das geprüfte Teil. Ich würde von Vervielfältigung solcher Nummern und deren Prüfberichte abraten.

Genau so ist es richtig.
Der aaSv prüft ein Bauteil und fertigt einen Bericht mit Einschlagen einer Nummer zur Herstellung des Bezuges.
Dan pnrüft er den richtigen Anbau des geprüften Bauteils und fertigt darüber einen gesonderten Bericht.
Daraufhin wird das von der Zulassungsstelle in die Papiere eingetragen.

Die Alternative wäre eine Bauartprüfung mit allgemeiner Gültigkeit ( mit großem Aufwand und entsprechenden Kosten)

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26.04.2016, 16:29

und fertigt darüber einen gesonderten Bericht.
Daraufhin wird das von der Zulassungsstelle in die Papiere eingetragen.
D.h. dann muss Wolfgang die AH-Kupplung doch noch in die Zulassungspapiere eintragen lassen. Sonst ist er bei einer PolKontroll fällig, oder ?

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26.04.2016, 16:43

Nein, es reicht wenn ich den Prüfbericht des Schverständigen dabei habe, mein Verkehrsamt trägt keine AHK mehr ein. Daher ein Anhänger für die ganzen Papiere die man mitführen muß.

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26.04.2016, 19:01

mein Verkehrsamt trägt keine AHK mehr ein.

Moin Wolfgang,
wenn das Amt da mal nicht Äpfel mit Birnen verwechselt...
Bei Pkw ist es seit einigen Jahren so, dass sie nicht mehr eingetragen werden müssen, wenn sie einem Bauartgenehmigtem Typ entsprechen und die Einbauanleitung mitgeführt wird.
(was übrigens keiner auf Anhieb unterscheiden kann, wenn eine angebaut wird, die ein Prüfzeichen hat, welches schon in den Fzg-Papieren eingetragen ist - wie seit Jahren der Fall)
Der Tüv rät trotzdem auch bei diesen zu einer Eintragung (mit vorheriger Einbauabnahme - gegen Gebühr versteht sich).
Bei der AHK am Mopped ist es ja im Prinzip immer eine Einzelabnahme (nach §21 glaub ich) und da müssen die Papiere (nicht sofort, aber) beim nächsten Besuch der Zulassungsstelle korrigiert werden.
In Hessen treibts besondere Blüten, das wisst ihr ja. Da schickst Du dann das Gutachten noch mal zum begutachten weg...

Gruß Lienhard